Verhaltenstherapie für Kinder und Jugendliche

Die Verhaltenstherapie ist heute eine der wichtigsten anerkannten Methoden der Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen. Der Verhaltenstherapeut versteht psychische Störungen als Ergebnisse von ungünstig verlaufenen Lernprozessen. In der Therapie machen Kinder und Jugendliche neue Erfahrungen und erweitern ihren individuellen Handlungsrahmen. Sie lernen, sich anders zu verhalten und neue Erlebnisse zuzulassen. Um Probleme zu überwinden, werden vorhandene Fähigkeiten genutzt und Neues ausprobiert. Bei Kindern geschieht dies vor allem durch das Spiel, bei Jugendlichen zunehmend im Gespräch.

Elternberatung

Die Elternberatung ist ein fester Bestandteil der Kindertherapie, sie kann aber auch bei der Therapie mit Jugendlichen sinnvoll sein. In manchen Fällen wird die Elternberatung die Therapie einfach nur begleiten, in anderen stellt sie eine eigenständige Maßnahme dar. Immer hilft sie, im Alltag zwischen Eltern und Kindern auftretende Probleme zu vermeiden oder in den Griff zu bekommen.

Häufige Themen:

  • Hilfe beim Aufbau einer positiven Eltern-Kind-Kommunikation
  • Emotionale Entlastung und Unterstützung
  • Information über psychische Probleme und unterstützendes Erziehungsverhalten
  • Lösung von Erziehungsproblemen
  • Training zur Stressbewältigung
  • Vorbereitung auf künftige Problemsituationen und deren Lösung

 

 

 

Kontaktaufnahme

Für ein Erstgespräch (Psychotherapeutische Sprechstunde) melden Sie sich bitte telefonisch oder nehmen per E-Mail Kontakt zu uns auf, wir vereinbaren einen ersten Gesprächstermin. Hier wird festgestellt, ob ein Verdacht auf eine seelische Krankheit vorliegt und weitere fachliche Hilfe notwendig wird. Beratung, Information, Klärung des individuellen Behandlungsbedarfs, eine erste Diagnosestellung und entsprechende Behandlungsempfehlungen und sofern erforderlich eine kurze psychotherapeutische Intervention schliessen sich an.

Gründe für eine Psychotherapie

Alle Kinder und Jugendlichen zeigen gelegentlich problematisches Verhalten und alle Eltern machen sich auch mal Sorgen um die Entwicklung ihrer Kinder. Kinder und Jugendliche haben im Laufe ihrer Entwicklung schwierige Situationen zu bewältigen, so dass es auch zu vorübergehenden psychischen Krisen kommen kann. Oft ist es schwer zu unterscheiden, ob ein Problem noch “normal” oder schon “auffällig” ist.

Starker Leistungsdruck, kulturelle Integrationsprobleme, Konsumzwang, die Versuchungen des Internets und zunehmende Isolierung und Vereinsamung in einer immer technischer werdenden Umwelt sind für unsere Kinder und Jugendlichen eine grosse Herausforderung. Nicht immer sind sie diesen Herausforderungen gewachsen, so dass es auch zu vorübergehenden Krisen kommen kann. Wenn die psychischen Probleme oder Verhaltensauffälligkeiten schon über einen längeren Zeitraum häufig und heftig auftreten, kann dies ein Zeichen für eine psychische Störung sein, die behandelt werden sollte.

Die Behandlung von Kindern unterscheidet sich deutlich von der Therapie jugendlicher oder erwachsener Patienten. Gefordert ist ein aktives und spielerisches Vorgehen sowie immer der Einbezug wichtiger sozialer Bezugspersonen, vor allem der Eltern.

Im Jugendalter steht die Eigenverantwortung des Jugendlichen zunehmend im Vordergrund, ausreichende eigene Therapiemotivation ist wichtige Voraussetzung für das Gelingen des therapeutischen Prozesses.

 

Die Verhaltenstherapie ist ein anerkanntes Richtlinienverfahren der gesetzlichen Krankenversicherung und hat sich bei zahlreichen Störungsbildern des Kindes- und Jugendalters als effektive Behandlungsmethode erwiesen:

Ängste und unsicher-vermeidendes Verhalten gegenüber anderen Kindern und Erwachsenen
Ängste vor der Schule und vor Leistungen
Störungen des Sozialverhaltens, wie z. B. aggressive und dissoziale Störungen, trotziges und verweigerndes Verhalten gegenüber Eltern und Lehrern
aggressives Verhalten gegenüber Gleichaltrigen
Depressive Störungen, anhaltende Stimmungsprobleme, meist einhergehend mit Freud- und Interesselosigkeit, Inaktivität und Rückzug
Aufmerksamkeits-Defizit-/Hyperaktivitätssyndrom (ADHS)
Phobien
wiederkehrende, sich aufdrängende Gedanken, oft verbunden mit dem zwanghaften Ausführen von Handlungen
Essstörungen
Einnässen/Einschmieren
häufige Kopf- oder Bauchschmerzen ohne erkennbare organische Ursache
anhaltende psychische Auffälligkeiten nach Trennung und Scheidung sowie nach traumatischen Erlebnissen
Drogenkonsum